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Regionalgruppe Vogtland

Die "Grünen" sind technikfeindliche Spinner!

Huch! Ein Ecocapsule ist auf der Wiese gelandet!  (Photo by Tomas Manina / © Ecocapsule Holding )

Da ist was Wahres dran.

Zumindest, was das Wort "Spinner" betrifft - und auch das nur im positiven Sinn.

Während unserer letzten "Spinnstunde" haben wir uns vorgestellt, wie ein Häuschen aussehen könnte, welches weder Strom-  noch Wasseranschluss braucht, wenig Platz wegnimmt und vielleicht sogar eine kleine Landwirtschaft in Form eines Gemüsebeetes mit Nährstoffen versorgen könnte. Ausgerechnet unser "Spinnstubenältester", Manfred Reinhardt, brachte es auf den Punkt: Ein Tiny House soll es sein!
Vielleicht dachte er dabei an seine Jugendzeit. Da war das eher normal: Wasser aus der Pflumpf, Licht von der Petroleumfunzel, wenig Platz - und bei Kälte warme Unterhosen. Das Gärtchen gab Gemüse her (englischer Rasen war eher was für Snobs), Honig kam aus dem Bienenkorb, für die Wäsche gab es Zuber und Waschbrett. Man fuhr zum Geldverdienen nicht ins Büro, sondern ging auf Arbeit, und zwar zu Fuß.
Harmlose Krankheiten brachten Leute um, man hatte viele Kinder - und musste viele sterben sehen. Missernten bescherten Hunger, Lehrer lehrten mit Stockhieben. Die neuesten Nachrichten kamen Sonntags von der Kanzel, und wenn der Kaiser zu den Waffen rief, strömten die Jungs begeistert in die Kasernen.
Wollen wir das wiederhaben? - Eher nicht.

Aber ein klein wenig Bescheidenheit, ohne darben zu müssen, ein beruhigend schönes Gefühl, die Erde nicht vollends zu verwüsten, die kleinen Freuden, nachts wieder Sterne am Himmel funkeln zu sehen und früh am Morgen von einem Vogelkonzert geweckt zu werden - das wünschen wir uns doch irgendwie schon.

Und wenn man dann auch noch das megageil leuchtendgelbe Morgenrot ins Netz posten kann...

Autsch!!

Aus der Traum?

Nö - das geht wirklich!
Genial möblierte, winzige Häuschen mit weniger als 10 m² Grundfläche, versehen mit Solaranlage, Windrad, Pflanzenkläranlage, Regenwassersammler und Komposttoilette - die gibt es als Prototypen jetzt schon. Man kann darin wohnen, kochen und schlafen, hat Strom, Heizung, Dusche  - und Internet. Modernste Technik macht's möglich! Und wenn man woanders hinziehen muss, nimmt man halt sein Haus einfach mit.

Ob wir dereinst so etwas auf unserer Pfaffengutwiese landen sehen werden?
Vielleicht als Herberge für den Pilgerweg, der hier vorbeiführt? Oder als Anschauungsmodell dafür, mit welch geringem Ressourcenverbrauch man auskommen kann? Als Beweis, welch weltoffene High-Tech-Region das Vogtland ist? Oder einfach nur als heimliche Beobachtungsstation für unsere Wildnis hinter dem "Jagdhaus", in der so viele Piepmätze (ungestört!) brüten wollen?

Wir träumen und spinnen weiter...

 

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