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Regionalgruppe Vogtland

Ohne Wasser, merkt euch das ...

Flüchtiges Diadem (© Andreas Röhr)

... wär uns're Welt ein leeres Faß!

Das bekannte Lied vom Wasserträger besingt eine Substanz, ohne die wir nicht leben könnten. Die entsteht, wenn sich Wasserstoff und Sauerstoff ineinander verknallen. An die seltsamen Eigenschaften des Reaktionsproduktes haben wir uns schon so sehr gewöhnt, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken. Genauso selbstverständlich scheint es uns, dass wir überall in unserem Land genügend Wasser vorfinden, welches wir trinken können. Das ist aber nicht weltweit gegeben, und auch für uns ist das auf Dauer nicht garantiert.

Am 27. Januar 2018 fand im Pfaffengut Plauen eine Veranstaltung unter der Überschrift "Wasser als Lebensraum und Lebenselixier" statt. In einem anregenden Vortrag hat sich Dipl.-Volkswirt Ralf Gruber ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich, dass sich diese für uns essentielle Ressource im Prozess des Wasserkreislaufes zwar immer wieder erneuert (und uns damit Modell steht für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem), dass aber deren Verfügbarkeit durch Müll, Umweltgifte und Klimawandel  zunehmend eingeschränkt wird.
Das Wasser durchwandert alle Glieder der Nahrungskette. Diese ziehen daraus nicht nur Nährstoffe, sondern sie reichern auch jene lebensfeindlichen Substanzen in ihren Organismen an, mit denen die moderne menschliche Zivilisation das Wasser "beschenkt" hat. So fallen diese Umweltsünden letztlich auf uns zurück. Ebenso leiden aber auch Tiere und Pflanzen darunter, besonders jene, die im Wasser leben. Sie sagen's nur nicht so laut.

Was wir dagegen tun können und tun müssen, um auch unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu sichern, hat Herr Gruber in seinem Vortrag aufgezeigt. Dabei wurden auch die spirituellen Seiten dieses Themas beleuchtet. Manche These ist umstritten, doch eines können wir alle unterschreiben: Wasser ist nicht nur lebensnotwendig, heilsam oder nützlich - Wasser ist auch schön!
Der Abend hat dazu angeregt, einmal die Fotovorräte nach Bildern zu durchforsten, die irgendwie mit dem Thema Wasser zu tun haben.
Wasser ist die einzige Substanz, die unter natürlichen Bedingungen fest, flüssig und gasförmig vorkommt. Wasser ist farblos, kann aber mit ebenso farblosem Licht alle Spektralfarben sichtbar  und damit unsere Welt bunter machen. Wasser gestaltet Landschaften um, liefert Energie und treibt als Dampf Maschinen an, Wasser trennt Lebensräume und verbindet sie. Es erschafft vergängliche Kunstwerke, wird herbeigesehnt und gefürchtet. Wasser belebt und tötet, es behindert den Verkehr oder macht ihn sogar erst möglich; am Wasser entstanden Städte und Industrien, Wasser ist ein Sehnsuchtsziel der Reisenden...  

Die folgenden Bilder sind unspektakulär, jeder kann sie so oder so ähnlich in seinen Alben finden. Sie zeigen einige Facetten des besprochenen Themenkreises, erwecken vielleicht auch noch etwas mehr Achtung vor diesem kostbaren Stoff und ein wenig Dankbarkeit dafür, dass wir so reich mit ihm beschenkt sind.
Gönnnt Euch fünf meditative Minuten von A bis Z!

Mensch mordet Muschel - und bereut

Kolonie von Flussperlmuscheln  (Wikipedia / CC BY-SA 3.0 )

So etwa muss das Flussbett der Weißen Elster vor der Industrialisierung des Vogtlandes ausgesehen haben. Die Flussperlmuschel lieferte (unfreiwillig) Perlen für das sächsische Königshaus und Perlmuttschmuck für den Biedermeier. Jetzt pfeifen wir auf König und Perlmutt, leben lieber von den Segnungen der Industrie und industriellen Landwirtschaft – und machen mit der damit verbundenen Gewässerverschmutzung der Flussperlmuschel endgültig den Garaus.
Diese friedlichen Lebewesen hätten ein Alter von bis zu 130 Jahren erreichen können, gäbe es den Menschen nicht.
Einige geläuterte Exemplare der Gattung Homo sapiens versuchen sich nun in Schadensbegrenzung. Sie werden dabei immerhin von den staatlichen Naturschutzbehörden unterstützt.
Ob das Vorhaben gelingt?

Im Oberen Vogtland entstand dafür eine Aufzuchtstation für Flussperlmuscheln. Dort kann man erleben, wie schwierig dieses Unterfangen und wie groß - und unsicher - die Hoffnung ist.
Wer daran interessiert ist, kann sich dazu im Pfaffengut kundig machen.

Wir sollten wissen: Auch die stumme Flussperlmuschel ist eine beredte Botin des Lebens - oder Sterbens.

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