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Regionalgruppe Vogtland

Bürgerinitiative "Pro Syratal"

Plakat zum Bürgerentscheid "Pro Syratal" (© Andreas Röhr)

Mehrheitlicher Bürgerwille hat sich durchgesetzt!

Das Syratal im Plauener Norden ist ein waldreiches Landschaftsschutzgebiet und reicht fast bis ins Zentrum der Stadt hinein. Dort wird es von der ehemals größten Steinbogenbrücke der Welt überspannt. Das Tal ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, Freizeitläufer und Radler. Besonders bei winterlichen Hochdruckwetterlagen verdünnt es mit Frischluftzufuhr die städtischen Abgaswolken. In Hitzeperioden lockt es mit angenehmer Kühle.

Am nördlichen Ende des Tales kreuzte eine Piste den Wald, auf der einst sowjetische Panzer von ihren Übungsplätzen zum Verladebahnhof rollten. Diese Straße wurde im Zuge der Sanierung der B92, die mitten durch die Stadt führt, als Umleitung eingerichtet, asphaltiert und für Begegnungsverkehr ertüchtigt. Nach Ende der Baumaßnahme wurde sie wieder gesperrt und sollte nur noch in Ausnahmefällen als Umleitungstrasse genutzt werden dürfen. So beschloss es jedenfalls der Plauener Stadtrat am 24.05.2006.

Bereits zwei Jahre später wurden Stimmen laut, die die Öffnung der Straße forderten, stellte sie doch eine kurze Verbindung zwischen den Stadtteilen Neundorf und Haselbrunn her. Die Situation eskalierte 2014, als eine solche Wiederinbetriebnahme ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Damit hätte das Syratal seine Funktion als Erholungslandschaft eingebüßt.

Unter Beteiligung einer ganzen Reihe naturfreundlicher Organisationen und vieler umweltbewußter Bürger bildete sich die Bürgerinitiative "Pro Syratal", die einen Bürgerentscheid zur dauerhaften Entwidmung der sog. "Panzerstraße" als Durchgangsstraße zum Ziel hatte. Auch der BUND wirkte hier aktiv mit, z. B. mit einer Plakataktion.

Der Bürgerentscheid am 31.08.2014 fiel zugunsten von Natur und Umwelt aus. Der Plauener Stadtrat respektierte dieses Ergebnis und beschloss am 23.09.2014, die "Panzerstraße" nicht mehr dauerhaft als Durchgangsstraße zu öffnen.

Wer heute im Syratal spazieren geht, saubere Luft und Ruhe genießt, sollte ab und zu daran denken: So selbstverständlich ist das nicht!

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