Regionalgruppe Vogtland

WO IST HELGE UHLENHAUT???

26. Mai 2024

Einmal den Kescher durch die Wiese schwenken – und schon tut sich dem kundigen Auge die Wunderwelt der Insekten auf! Aber wer weiß denn schon all die eingefangenen Käfer, Spinnen, Wanzen, Fliegen, Libellen, Falter, Eulen, Wildbienen und Grabwespen oder gar deren Larven fachkundig zu unterscheiden?

Ein Kind mit Kescher und vile Kinder in einer Gruppe Hier ist Helge Uhlenhaut!  (© Andreas Röhr)

Einen gibt’s, der das kann: Unser BUND-Mitglied Helge Uhlenhaut.
Er gestaltete mit einer nur dreihundert Meter kurzen, aber mehr als einer Stunde langen Exkursion durch die üppigen Wiesen des Pfaffengutes den Höhepunkt unseres diesjährigen „Tages der offenen Tür“.

Sobald eines der mit dem Kescher erhaschten Insekten in der Becherlupe arretiert war, verschwand unser Biologe unter einer Traube wissbegieriger Kinder nebst deren Eltern. Und beschrieb, um welches Tier es sich handelte, ob es bereits erwachsen oder noch Nymphe sei, ob Männlein oder Weiblein, ob Arbeiterin oder doch was Besseres. Die Zuhörer erfuhren etwas über die Innovation der Zweiflügler gegenüber den Vierflüglern durch deren weiterentwickelten Flugmotor, über die besonderen „Scheinwerferaugen“ der Springspinnen, dIe Funktion des Rüssels beim Rüsselkäfer und viele weitere unerhörte Dinge. Auch der Teich wurde untersucht, räuberische Libellenlarven wurden ebenso identifiziert wie diese kleinen Äste mit Beinen, nämlich jugendliche Köcherfliegen. Erstaunt nahm man zur Kenntnis, dass der „Stachel“ der Wasserwanze gar kein Stachel ist, sondern ein Schnorchel. Und ein Plattbauch wurde ausgiebig bei der Eiablage beobachtet. Wer nicht weiß, was ein Plattbauch ist, hat eben was verpasst.

Dieser aufschlussreichen Exkursion ging unsere Jahresmitgliederversammlung voraus. Vor einem kleinen, aber erlesenen Publikum wurde durch Susanne Koburger Rechenschaft über das Jahr 2023 abgelegt und ein Ausblick auf den Rest des Jahres 2024 geboten. Susanne und der Vorstand insgesamt ernteten dankbaren Applaus für ihr ehrenamtliches Engagement. Beruf und Familie derart mit der anspruchsvollen Aufgabe einer Vereinsleitung zu verbinden, darf man gern als beispielhaften Gegenentwurf für die heute oft zu beobachtende Miesepetrigkeit betrachten. Gelebte Devise: Machen statt meckern!

Nach der Mitgliederversammlung gab es aufmunternden Kaffee zu selbstgebackenem Kuchen, und im Anschluss an die Insektenexkursion füllten lockere Gesprächsrunden neben einem vegetarischen Grill den Nachmittag und die Mägen.

Insgesamt ein Sonntag zum Wohlfühlen. Herzlichen Dank für die freigiebige Fütterung der Spendenbox zur Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit! Und vielen Dank auch an Petrus, der alle angesagten Gewitter rechtzeitig in Schönwetterwölkchen verwandelte.

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